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Gesundheitsminister kündigt Regierungskommission zur Krankenhausreform aus Fachleuten an

Zeitnaher Start der Regierungskommission zur Krankenhausreform mit unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen aus den Bereichen Medizin, Epidemiologie, Ökonomie und Rechtswissenschaften angekündigt (Pressenachricht).

Krankenhausgesellschaft befürchtet fehlende digitale Kompetenz. Auf der Jahrestagung 2022 des Verbandes der...

Krankenhausgesellschaft befürchtet fehlende digitale Kompetenz. Auf der Jahrestagung 2022 des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) am 25. April 2022 kündigte gestern Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach einen zeitnahen Start der Regierungskommission zur Krankenhausreform
mit unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen aus den Bereichen Medizin, Epidemiologie, Ökonomie und der Rechtswissenschaften an. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) begrüßt einen zeitnahen Start,
damit Kliniken ein klares Bild bekommen, um darauf ihre Zukunftskonzepte zur
besseren Leistungskoordination, zur Stärkung der klinisch-ambulanten
Versorgung, einer zukunftsorientierten Fachkräfteentwicklung und zur digitalen
Vernetzung ausrichten können.

„Die Kliniken brauchen für den im Koalitionsvertrag genannten
Transformationsprozess zeitnah ein verbindliches politisches Ziel vom Bund und
den Ländern und für die Zeit des Umbruchs eine faire Budgetabsicherung“,
fordert BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen zur Ankündigung des
Bundesgesundheitsministers.

Aus Sicht der bayerischen Kliniken besteht die große Sorge, dass in der
Regierungskommission die nötige digitale Kompetenz fehlt, um eine
Leistungsvernetzung für Patient:innen regional gestalten zu können.

„Wirksame Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg und Leistungsabstimmung
zwischen Kliniken und Praxen funktioniert nur mit den Möglichkeiten der
Digitalisierung“, betont Christina Leinhos, Geschäftsbereichsleiterin
Digitalisierung und stellvertretende Geschäftsführerin der BKG.

Und sie ergänzt: „Die elektronische Fallakte muss ein Herzstück der vernetzten
Gesundheitsversorgung der Zukunft über die Telematikinfrastruktur werden, um
insbesondere chronisch kranke Menschen multiprofessionell und
qualitätsorientiert versorgen zu können. Dies darf in der künftigen
Regierungskommission nicht vergessen werden.“

Die ambitionierten digitalen Vorhaben im Gesundheitswesen der letzten
Bundesregierung sind aus Sicht der BKG ins Stocken geraten, weil sie isoliert
an den Versorgungsbedarfen vorbei angestoßen worden sind. Jetzt darf es aber
nicht passieren, dass die Versorgung ohne die nötigen digitalen
Vernetzungsgrundlagen weiterentwickelt werden.

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft ist der Zusammenschluss von etwa 190
Krankenhausträgern mit über 360 Krankenhäusern und insgesamt ca. 75.000 Betten
in Bayern. Etwa 3 Millionen Patient:innen werden jährlich in den bayerischen
Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Zusätzlich versorgen die Kliniken
im Freistaat über 2,5 Mio. ambulante Notfallpatient:innen. Die bayerischen
Krankenhäuser erbringen hierfür das gesamte Leistungsspektrum der medizinischen
und pflegerischen Versorgung.

Die Einrichtungen sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber Bayerns.
Über 210.000 Menschen der verschiedensten Berufe beziehen ihr Einkommen von
bayerischen akutstationären Krankenhäusern, davon über 30.000 Ärzte sowie knapp
80.000 im Pflegedienst sowie etwa 100.000 in weiteren Berufen und
Tätigkeitsbereichen im Krankenhaus. Etwa 13.000 Auszubildende in der Pflege
sowie etwa 2.300 in einer Vielfalt von weiteren Ausbildungsberufen werden in
den Kliniken im Freistaat ausgebildet.

Quelle: Pressenachricht, 26.04.2022

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