StrOPS-Richtlinie: Überregulierung statt Konsolidierung der Krankenhäuser myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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StrOPS-Richtlinie: Überregulierung statt Konsolidierung der Krankenhäuser

Überregulierung statt Konsolidierung der Krankenhäuser - Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) wehrt sich gegen Scharfschalten der Strukturprüfungsrichtlinie des Medizinischen Dienstes (MD) (VLK-Online).

Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) wehrt sich gegen Scharfschalten der Strukturprüfungsrichtlinie des Medizinischen Dienstes (MD) Überregulierung statt Konsolidierung der Krankenhäuser. Statt die Kliniken in der jetzt ausklingenden dritten...

Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) wehrt sich gegen Scharfschalten der Strukturprüfungsrichtlinie des Medizinischen Dienstes (MD) Überregulierung statt Konsolidierung der Krankenhäuser. Statt die Kliniken in der jetzt ausklingenden dritten
Welle der Pandemie etwas zur Ruhe kommen zu lassen, um die dringend notwendige Konsolidierung der Strukturen und ein Durchatmen der Mitarbeiter beim Übergang in den Normalbetrieb zu unterstützen, schaltet das
Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Strukturprüfungen des MD für erlösrelevante
Komplexziffern scharf. Dies überfordert die Krankenhäuser und den MD selbst. Die vom MD dazu
erstellte Richtlinie wurde von allen Verbänden der Kliniker und Controller massiv kritisiert, da sie das
ursprüngliche im MDK Reformgesetz verfolgte Ziel einer Entbürokratisierung ins Gegenteil verkehrt.
Nach monatelanger Prüfung im BMG, Zeit die den Kliniken für die Vorbereitung verloren gegangen ist,
stellt sich heute heraus, dass weitere Verschärfungen eingebaut worden sind. Auch der ebenfalls
durch das MDK Reformgesetz auf den Weg gebrachte – angeblich Kassen unabhängigere - neue
Verwaltungsrat des MD kann noch nicht regulierend eingreifen, da er zwar gewählt, aber noch nicht
im Amt ist. Viele der geforderten Unterlagen sind auch für Kliniken, die ihre Strukturen, Prozesse und
Qualität gut im Griff haben, ganz abgesehen von der Sondersituation Corona im vergangenen und
laufenden Jahr, nicht leistbar. Für die Klinken bedeutet das Inkrafttreten, dass sie bis zum 30.06.21
multiple Anträge mit einer Unzahl von Nachweisen stellen müssen, die mit einem erheblichen
zusätzlichen Vorbereitungs- und Darlegungsaufwand, von dem sie bis heute nichts wussten,
verbunden sind. In 4 Wochen ist das nicht umsetzbar. „Unglücklicher hätte der Zeitpunkt nicht gewählt
werden können. Was treibt die Spitze des BMG dazu, die Kliniken so in die Enge zu treiben. Trotz
unserer inständigen Bitten um eine Verlängerung der Fristen wurden Regularien auch noch verschärft,
statt ausgesetzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf auch für die Länder, da für viele Kliniken
der Ausfall von wichtigen Versorgungsstrukturen und damit auch hohen Erlösen droht“, so PD Dr.
Michael A. Weber, Präsident des VLK.

Quelle: VLK-Online, 27.05.2021

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erschienen am Donnerstag, 27.05.2021