Knapp 492.000 Pflegebedürftige in Bayern am Jahresende 2019

Knapp 492.000 Pflegebedürftige in Bayern am Jahresende 2019 (Statistikamt Bayern).

Die häusliche Pflege gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Anzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Pflegeversicherung in Bayern lag zum Jahresende 2019 bei 491 996. Rund 82 Prozent der...

Die häusliche Pflege gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Anzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Pflegeversicherung in Bayern lag zum Jahresende 2019 bei 491 996. Rund 82 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre alt oder älter. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt,
erhielt über die Hälfte der Leistungsempfängerinnen und -empfänger ausschließlich Pflegegeld (259 048). 2019 wurden erstmals mehr Menschen durch ambulante Dienste gepflegt (117 382)
als vollstationär in Pflegeheimen (115 200).

Insgesamt 491 996 Menschen erhielten am Jahresende 2019 in Bayern Leistungen
der Pflegeversicherung. Seit 1999 ist diese Anzahl um rund 67 Prozent gestiegen
(1999: 294 294), wobei sich besonders in den letzten Jahren ein starkes
Wachstum abgezeichnet hat.

Rund 82 Prozent (403 761) der Pflegebedürftigen waren ab 65 Jahre alt. 80 Jahre
alt oder älter waren 285 355 Menschen bzw. 58 Prozent. Mit 305 731
Leistungsempfängerinnen war die Mehrheit der Pflegebedürftigen weiblich,
während 186 265 Männer Pflegeleistungen erhielten.

Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war den Pflegegraden II (200 643) und III
(143 777) zugeordnet. 848 Leistungsempfängerinnen und -empfänger waren noch
keinem Pflegegrad zugeordnet. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Menschen nach
einem Krankenhausaufenthalt direkt in eine Pflegeeinrichtung entlassen
werden.

Insgesamt 232 506 Menschen erhielten ausschließlich Pflegegeld, 26 542
Pflegebedürftige mit Pflegegrad I erhielten Leistungen der nach Landesrecht
anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag und 366 Pflegebedürftige mit
Pflegegrad I nutzten teilstationäre Leistungen.

Am Jahresende 2019 nahmen 117 382 Menschen die Unterstützung ambulanter Pflege-
und Betreuungsdienste in Anspruch. Damit überstieg die Anzahl der durch
ambulante Dienste Versorgten erstmals die Anzahl der vollstationär Gepflegten.
Insgesamt 115 200 Pflegebedürftige wurden vollstationär in einem Pflegeheim
versorgt.

Die meisten Empfängerinnen und -empfänger von Leistungen der Pflegeversicherung
gab es in Oberbayern (139 816), gefolgt von Mittelfranken (67 716) und Schwaben
(67 509). Bayernweit waren durchschnittlich 37 von 1 000 Einwohnerinnen und
Einwohnern pflegebedürftig. Diese Quote war in Oberbayern mit 30 an
niedrigsten. Die zweitniedrigste Quote verzeichnete Schwaben (36
Pflegebedürftige pro 1 000 Einwohner), gefolgt von Mittelfranken (38
Pflegebedürftige pro 1 000 Einwohner). In Oberfranken war die Quote mit 49
Pflegebedürftigen pro 1 000 Einwohner am höchsten.

Quelle: Statistikamt Bayern, 09.02.2021

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erschienen am Dienstag, 09.02.2021