Deutsches Gesundheitswesen sei nur mittelmäßig und teuer

Im Vergleich der Gesundheitssysteme zeigt sich laut einer aktuellen Studie, dass 11,3 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in das Gesundheitswesen fließen. Lebenserwartung, Mortalitätsdaten und weiteres Outcome halten im Vergleich zu diesen Kosten jedoch nicht mit, sondern bescheren Deutschland nur den vorletzten Platz unter den untersuchten OECD-Ländern. Deutschland führe die meisten Hysterektomien (Gebärmutterentfernung), die meisten Coronarangioplastien und Kernspintomografien durch und liegt in der Endoprothetik auf Platz drei. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte sei nirgendwo sonst höher. All das könnten Folgen einer ökonomisierten Medizin, die nicht die Bedürfnisse der Patienten, sondern marktwirtschaftliche Gesichtspunkte in den Mittelpunkt stellt (Süddeutsche Zeitung).