Professionelle Kodierung in Orthopädie und Unfallchirurgie - Schnell verdientes Geld im Krankenhaus?

Abstract: Bei der Kodierung von Behandlungsprozeduren konnten Diskrepanzen zwischen den Eintragungen der behandelnden Ärzte und denen von Medizinökonomen festgestellt werden, die zu beträchtlichen Unterschieden hinsichtlich der Erlöse führten.

Die behandelnden Ärzte und ein Gesundheitsökonom führten unabhängig voreinander Kodierungen der Diagnosen und Behandlungsprozeduren nacheinander eingewiesener Patienten unter Einbeziehung der Berechnung von Erlösen durch.

Es wurden 295 Eintragungen gegenübergestellt. In 24,75 % der Fälle stimmten die Kodierungen von Ärzten und Gesundheitsökonom überein. In den übrigen Fällen differierten die Eintragungen. Der durchschnittliche Unterschied bei den Erlösen betrug 3.552,29 (± 2947) Euro pro Abrechnungsfall. In 6 Fällen bewertete der Gesundheitsökonom den Erlös um mehr als 10 000,-€ höher als die Ärzte. Es sollte angestrebt werden, dass behandelnde Ärzte und Gesundheitsökonomen durch regelmäßigen Informationsaustausch einen Modus finden, um bei der DRG-Zuordnung einen weitgehenden Konsens zu erzielen, der ärztliche und ökonomische Aspekte berücksichtigt (Thieme-Connect).


DOI: 10.1055/a-0577-1833